C.A.R.P. … (positiv)

Kautz Boilies Das Sortiment Karpfen Feinkost Baits Big Fish

Sie ist gekommen. Die lang, ersehnte Zeit. Die erste längere Session für das Jahr 2010 stand kurz bevor. Kennt ihr die Zeit? Die Zeit wenn man ein bestimmtes Datum vor Augen hat? Man sich auf Arbeit, und alle anderen Sachen nicht mehr richtig konzentrieren kann? Man noch nicht mal mehr vernünftig schlafen kann? Ist das, dass so genannte „Karpfenvirus“ wovon man so viel liest und hört!? Alles in seiner Umgebung nimmt man gar nicht mehr richtig wahr, man denkt nur an die Zeit, die Zeit, an der man am Wasser sitzt und seiner Leidenschaft in vollen Zügen nachgehen kann. So ist es zumindest bei mir.

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Es ist Ende April, der letzte Abend vor der Reise, an einen für uns neues und unbekanntes Gewässer lag zum greifen nah. 18:30 Uhr, endlich Feierabend!!! Geschafft, jetzt aber ab nach Hause. Zuhause angekommen ging es auch gleich los. Die eingeweichten Partikel wurden nacheinander gekocht, Batterien geladen, Taschen gepackt und, und, und … Das übliche halt. Gegen 20:00 Uhr kam auch schon mein Angelkollege Benny vorbei, mit dem ich zusammen in einem Auto diese Reise antrat. Er konnte es genau so wenig abwarten wie ich, endlich wieder für mehrere Tage gemeinsam am Wasser zu sitzen und in vollen Zügen die Natur und die Ruhe zu genießen. Als wir mit dem beladen des Tackels fertig waren, schnappten wir uns noch ein kühles Blondes und setzten uns vor den Computer, um zu sehen wie das Wetter für die Woche werden sollte. Na ja, ob das so eine gute Idee war?! Der Wetterbericht fiel nicht gerade so „positiv“ aus. Aber egal, abwarten und Tee trinken, vielleicht wird es ja doch nicht so schlimm, dachten wir uns. Gegen 23:00 Uhr machte Benny sich dann auf die Heimreise um noch ein paar Stunden vor der Abreise zu schlafen, was ich kurz drauf dann auch gemacht habe. 5:00 Uhr: Der Wecker holte mich aus meinen Träumen, es war soweit. Ab unter die Dusche, noch flott 2 Brötchen geschmiert und dann Benny holen. Der Wagen war ja schon fertig beladen und somit hatte ich am Morgen keinen Stress mehr. Bei Benny angekommen, stand er schon fertig draußen. Nach ca. dreieinhalb Stunden Fahrt hatten wir den See vor unseren Augen. Wir waren glücklich, dass alles so reibungslos verlief. Als wir dann um den See gingen um uns ein Bild von Ihm zu machen, trafen wir auch ein paar andere Angler, die schon seit fast einer Woche am See saßen. Nach der Begrüßung und nach einer gefühlten Stunde Gerede, bekamen wir nicht gerade so „positive“ Informationen. Seit ca. zwei Wochen wurde laut den Ihren Infos kein Fisch mehr auf die MATTE gelegt. Dazu kam noch, dass sich das Wetter drastisch verschlechtert hatte und die Wassertemperatur dementsprechend auch. Das war nicht das, was man gerade hören wollte. Nichts desto trotz, fünf Tage Zeit hatten wir, bevor es an den nächsten See ging. Nach unserem Rundgang wurde entschieden an welchen Spots wir uns für 5 Tage einnisten würden.

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Wir waren uns schnell einig, wie so oft. Da wir nicht mit dem Auto an den See heran fahren konnten, wurde halt geschleppt. Wir hatten zwar eine Karre zur Hand, aber es war super weit zu gehen und der Regen und der verschlammt Boden wo man schon Knöcheltief drin steckte erleichtert uns auch nicht gerade den Weg. Nachdem aber alles am Platz war und aufgebaut war, ging es an die Spot suche. Nach längerem Loten war für mich klar, wo ich meine Ruten ablegen würde, denn so viele Möglichkeiten für einen wirklichen Spot gab es dort nicht. Die linke Rute fand auf einer Entfernung von ca. 120m ihren Platz. Auf einem kleinen Kiesplatz, was eine Größe von geschätzten 1x1m war. Die goldene Mitte kam auf die andere Seite, kurz vor den überhängenden Ästen auf einer Wassertiefe von 5,30m. Und zu guter letzt die rechte Rute. Sie kam ca. 50 m vor einem kleinen Zulauf, auf einer Wassertiefe von 4 m. Als Köder benutzte ich zum einen eine Tigernuss, einen Pop Up und einen 16mm Boilie aus dem Hause Kautz. Um jeden Köder kam nur eine Handvoll Boilies und ein paar Tigernuts, da es recht kalt geworden war, setzte ich auf etwas weniger Futter. Von dem wenig Schlaf der letzten Tage, der Reise und dem Aufbauen, waren wir einfach nur kaputt und wir gingen somit um 21:30 Uhr schlafen.

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Doch es sollte nicht beim schlafen bleiben, als mich um 0:20 Uhr mein Delkim aus dem Schlaf riss. Ich sprang in meine Wattstiefel, die man da auch brauchte und eilte wie traumatisiert zu meiner Rute. Es war die rechte Rute, bestückt mit dem 16mm Kautz Boilie. Was für ein Run, der Fisch nahm non Stop Schnur. Nach kurzem Drill, merkte ich schon, dass es kein schlechter war. Dann kam auch Benny aus seinem Zelt gekrochen, der nur ca. 15 m entfernt von mir saß. Nach ca. 15 Minuten hartem Drill und schweißgebadeter Stirn, glitten auch schon die Maschen des Keschers über den Schuppenbullen. Ich war überaus glücklich. Was für ein Brummer! Benny „nullte“ die Waage und machte alles bereit zum wiegen. Die Waage pendelte sich letztendlich bei glatten 21 Kg ein. Yes, Yes mein neuer PB. Ich konnte es kaum glauben, in der ersten Nacht nach ungefähr drei Stunden, den ersten Carp. Unfassbar!! Der Fisch wurde nach dem wiegen erstmal für die restlichen paar Stunden in dem großen Karpfensack untergebracht. Also Karpfen waren da und schienen auch zu fressen. Resultat : „positiv“ ! Mein Puls war noch so hoch, dass es lange dauerte, bis ich dann wieder einschlief. Die restliche Nacht verlief leider ohne jede weitere Fischaktivität. Am nächsten morgen wurde der Fisch nach der kleinen Fotosession wieder in sein Element zurückgesetzt.

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Und dann gab es erstmal ein leckeres Frühstück (Rührei). Am Tag tat sich gar nichts mehr. Woran lag es? War es doch nur einer der sich verirrt hat? Gegen Mittag fing es dann auch schon wieder an zu regnen. Vereinzelt waren auch Hagelkörner dabei und es wurde wieder super kalt, gerade mal fünf Grad. Nachdem wir dann am Abend unsere Ruten neu ausgelegt hatten, verzogen wir uns auch in unsere Zelte. Gegen 1:00 Uhr bin ich wach geworden, die Regentropfen knallten förmlich nur so auf das Zelt, es hörte sich schon fast an wie ein Maschinengewehr. Wahnsinn was da vom Himmel kam. Ich zog mein Schlafsack über meinen Kopf und bin dann auch wieder nach gefühlten zehn Minuten eingeschlafen. Vier Stunden später wurde ich durch das verrückt werden meiner Funkbox wach, die sich gar nicht mehr beruhigte. Ich hüpfte in meine Stiefel und schlidderte zu meiner Rute, laufen konnte man bei dem Matsch ja nicht. Es war wieder dieselbe Rute vom Vorabend. Der Fisch schwamm in aller gemühts Ruhe seine Bahnen und nahm die Schnur, wie er es wollte. Nach einer guten viertel Stunde fand er dann aber doch den Weg in den Kescher. Geil, wieder einer von den Großen und wieder ein Schuppi. Die Freude war riesig. In den letzten zwei verbleibenden Tagen wurde das Wetter auch nicht gerade besser, was meine kleine Wetterstation auch bestätigte: Regen, Hagel, Regen und so weiter.

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Nur ganz selten sollte die Sonne sich mal zeigen. Die Carp’s schienen dies auch gemerkt zu haben, denn jegliche Fischaktivität blieb für die kompletten restlichen Tage aus. Wir konnten auch kaum unsere Domes verlassen, weil es immer wieder am regnen war. Nun stand auch schon wieder die Abreise an und es ging für die letzten zwei freien Tage an unseren „Hauspool“. Wir packten unsere nassen und verschlammten Sachen ins Auto und traten so gegen Mittag dann auch unsere Heimreise an. Manche denken jetzt bestimmt, dass die Laune auf der Heimfahrt eher gedrückt war. Im Gegenteil, wir waren froh gemeinsam noch einmal ein paar schöne Tage am Wasser verbracht zu haben, weil das beruflich bedingt, auch nicht mehr so häufig vorkommt. Und immerhin konnten wir zwei super Carp’s zum Landgang überreden.

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Nach vier Stunden Fahrt (kleine Mittagsrast dazwischen), trafen wir dann auch an unserem „ Hauspool“ ein, wo das Wetter auch etwas besser aussah. Das nasse Tackle wieder raus und in die Boote geladen. Auf ging es! An unserem Platz angekommen bauten wir in Ruhe auf. Die Spotsuche fiel hier ja aus, denn wir kannten unsere Plätze ja bereits. Kurz den Marker gesetzt, ein wenig Futter darauf und die Ruten abgelegt, schon fast Routinemäßig. Später bekamen wir noch Besuch von unseren Freundinnen, die sich freuten uns wieder zu sehen. Sie brachten uns noch etwas leckeres zu Essen vorbei. Beim Essen wurde dann über unsere kleine Tour erzählt und Neuigkeiten wurden ausgetauscht. Zum Abend hin verließ uns unser Besuch auch schon wieder und uns zog es dann auch in unsere Zelte. Der Schlaf hielt auch nicht zu lange an, als ich gegen 05:00 Uhr Bennys FOX Pieper hörte. Ich ging raus um nachzusehen. Benny stand schon da mit gekrümmter Rute in der Hand und einem kleinen Freudenlächeln im Gesicht. Einen Schöner Schuppi, der sicher den Weg in den Kescher fand. Nach einem kurzen Besuch an Land, wurde er noch für ein paar Stunden eingesackt, um zum Abschluss unserer Tour noch schöne Bilder am Tag zu knipsen. Nach den letzten Fotos am nächsten Morgen packten wir dann auch unsere sieben Sachen zusammen und beendeten unsere erste längere Session 2010. Auch mit nicht so „positiven“ Vorraussetzung kann man mit viel Leidenschaft und einem gutem Freund viel Spaß haben. Ich wünsche allen ein gutes und Erfolgreiches Jahr 2010

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Man sieht sich am Wasser
Bis dahin ….
Robin Gebhardt

 



 


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