Second Session
Es war wieder soweit!! Ich konnte Mitte Februar meine Angelsachen in mein Auto räumen, denn um 4 Uhr morgens ging es für dieses Jahr 2011 zum zweiten Mal Richtung Italien. Ich muss das sagen dass ich aus Tirol komme und Italien nicht gerade weit weg ist und bei mir in der nähren Umgebung doch ehr das Fliegenfischen auf Salmoniden angesagt ist. Den ersten Ansitz im Januar 2011 hatte ich an demselben Gewässer vollzogen, doch leider stellte sich der gewohnte Erfolg bei dieser Session nicht ein. So waren meine Erwartungen nicht gerade groß. Da ich schon im Vorjahr in 2 Sessions aber im Sommer von jeweils 5 Tagen, in denen ich je 8 Karpfen dort fangen konnte, dachte ich mir wenn ich bloß 1-2 Karpfen in den kommenden 4 Tagen fangen könne, wäre das für mich ein sehr großer Erfolg. Als Futter nahm ich 1 kg Hanf und 1 kg Vogelfutter mit, welches ich selber gekochte und 3 Tage ziehen lies, 2 kg Boilies aus dem Hause Kautz plus die entsprechende Paste kamen auch mit auf die Reise. Bei den Boilies und der Paste handelte es sich um Egoist H.N.V. Monster Meat Winter in 4 verschieden Geschmacksrichtung. Also ein und derselbe Boilie mit jeweils einem unterschiedlichen Blue Liquid Flavour. Als ich um 8 Uhr in der Früh am See in Italien ankam und gerade mit meinem Freund Manuel über die Platzwahl diskutierte, sah ich, wie mitten im See ein Karpfen sprang. In diesem Moment wurde mir klar, dass ich eine Rute auf mindestens 150m auslegen musste um zu sehen ob mein Gefühl stimmte und sich unsere Zielfische mehr in der Mitte des Sees befanden. So gegen 9 Uhr Morgens hatte ich meine Ruten fertig montiert, die Rigs mit den Boilies bestückt und mit Paste ummantelt, um sie nun an einem guten Platz auszulegen. Ich fuhr zu erst einmal mit dem Boot ein wenig herum um die Tiefe und die Bodenstruktur genauer zu betrachten. Die Wassertemperatur betrug zu diesem Zeitpunkt kalte 6,4 C°Grad.

Nach einer halben Stunde hatte ich den ersten Marker in ca. 80m Entfernung und 5m Wassertiefe platziert und den zweiten Marker auf ca. 150m Entfernung und 7m Tiefe gesetzt. An diesem See konnte ich mit 4 Ruten fischen. Diese legte ich wie folgt aus: die Erste legte ich etwa 20m links von mir am Ufer auf 2 Meter ab. Die zweite legte ich auf Marker Nummer Eins. Die Dritte legte ich bei Marker zwei ab und die Vierte brachte ich ohne langes Überlegen einfach ins freie Wasser um vielleicht dein ein oder andern herumschwimmenden Fisch dort zu fangen. Als Futter kamen die Partikel und ein paar Boilies pro Rute ins Spiel. Auf jede Rute kam wirklich nur eine Hand voll, denn ich finde, dass im Winter weniger oft mehr ist. Nach einigen Stunden und einem warmen Kaffee später, ertönte der Bissanzeiger meiner Dritten Rute, die auf 150m lag auf. Dass sich meine Freunde schon nach 5 Stunden bemerkbar machten hätte ich nicht gedacht. Langsam pfiff mein Delkim immer lauter ab und ich konnte einen perfekten Anschlag setzen und stand mit gebogener Rute am Wasser. Jetzt bloß keinen Fehler machen! Fünf Minuten später konnte ich meinen gegenüber dann zitternd auf die Matte legen. Es war ein schöner Zeilenkarpfen mit 16,5 Pfund. Was für ein Start, dachte ich mir und hoffte das es so weiter ging.

Der Köder in diesem Fall war folgende Kombination, ein Boilie Monster Meat Winter mit Blue Liquid Banane und einen Monster Meat Winter Boilie mit Blue Liquid Cheese+X, die ich mit Monster Meat Winter Paste mit Blue Liquid Orange Tree bedeckte. Ich liebe diese Kombinationsmöglichkeiten!
Im Laufe des Tages konnte ich keinen mehr überreden mich auf Land zu besuchen. So ging ich am Abend ins Bivy, zum Aufwärmen. Immerhin lag die Außentemperatur bei frostigen 5 C° Grad.
Nach kurzer Zeit des Aufwärmens schoss die Vierte Rute ab und ich konnte einen schönen Beifang landen. Bei diesem Beifang hndelte es sich um ein Stör mit 1,25m.
Schnell brachte ich die Rute erneut aus und legte mich schlafen.
Als sich um 4 Uhr morgens einer meier Delkims erneut bemerkbar machte, erbot sich mir ein schöner Kampf aus dem ich als Sieger hervor ging.
Ein Spiegler mit 28,6 Pfund lag nun vor mir auf der Matte und somit mein neuer P.B. an diesem See. Nachdem ich ihn verarztete und wieder freigelassen hatte ging ich erneut zu Bett ohne die Rute neu zu legen.
Am nächsten Morgen fuhr ich 2 Ruten erneut auf 150m raus und warf ein paar Boilies hinter her!
Es dauerte nicht lange bis meine Serie begann und ich an diesem Tag 6 Karpfen zwischen 11 und 22Pfund überlisten konnte.

Ich war mehr als zufrieden. Besser gesagt war ich überglücklich mit meinen Fängen und ich hätte mir nie erträumen lassen das es so gut läuft. Es war ein wundervolles Gefühl als ich mit 2 Karpfen gleichzeitig fotografiert wurde. Es war unvorstellbar. Nach 30 Stunden hatte ich schon 9 Fische überlistet und nebenbei bemerkt waren mittlerweile gut 15 weitere Karpfenangler am See eingetroffen und nicht einer konnte einen Fisch fangen außer meinem Freund, der fing 3 Stück in der gesamten Zeit und das änderte sich auch nicht in der ganzen Zeit meines Besuches an diesem See. Die Nacht verlief ohne weitere Aktionen. Am Morgen darauf mussten wir noch einiges erledigen, doch zuvor holte ich meine Ruten ein. Als ich die 2 Ruten aufnahm und Druck ausübte spürte ich auf einmal einen Gegendruck. Was war das, ein Hänger? Nein… Es war ein 13,2 Pfund schwerer Karpfen der am Boden gelegen hatte und sich nicht bewegte!! Was für ein Start in den Tag!!!

Als wir uns nach unseren Erledigungen wieder dem fischen widmeten fiel mir auf das mir so langsam die Boilies zum Füttern aus gingen. Doch ich machte mir keine Sorgen, denn ich hatte wie immer wen ich mit Kautz-Boilies fische die Gewissheit, dass die Karpfen meine Boilies fressen würden. Das einzige Manko war, das es etwas länger dauerte bis sie sie gefunden haben aber nach neun Fischen im Februar unter diesen Bedingungen, war das nicht wirklich schlimm! An dieser Stelle möchte ich Markus für diese genialen Boilies danken! Wie heißt es so schön? Kautz – Feinkost für den Karpfen! Und das ruled! Am Sonntag hatte mich mein italienischer Freund Alberto samt Verlobten besucht um ein wenige zu quatschen. Wir machten eine gemeinsame Session aus. Als ich ihm meine Fotos präsentierte wurde er ziemlich schnell leise, denn er hätte das nicht für möglich gehalten. Am Wochenende zuvor hatte er auch diesem Gewässer gefischt und auch er konnte leider nichts fangen. Alberto war sehr beeindruckt von meinen Kautz Boilies! Nach einer netten Unterhaltung gingen sie wieder und luden mich für den letzten Tag in ihr Geschäft ein.

Den restlichen Tag konnte ich leider keinen Karpfen mehr überlisten und so legte ich mich früh schlafen. Am letzten Morgen meiner Session fuhr ich noch einmal zwei Ruten auf Distanz aus und fing im Anschluss daran an langsam an meine Sachen zu packen. Ich hatte bis auf die zwei Ruten schon alles im Auto und hoffte dass ich noch etwas fangen würde. Und ich hatte Glück, denn um 13:15 Uhr ertönte mein Delkim erneut und ich konnte noch einen schönen 13 Pfünder fangen. Ich verarztete ihn und setzte ihn langsam wieder in sein Element zurück. Als ich im Anschluss die Rute mit der ich gerade noch gedrillt hatte in die Tasche packte meldete sich als die letzte Rute zu Wort. Es hing ein 18 pfündiger Spiegler daran. Wahnsinn! Dies war ein großartiger Abschluss für meine vier tägigen Kaltwasser Session. In dieser Session konnte ich 13 Karpfen und einen Stör fangen und ich habe gelernt, dass das Vertrauen in den richtigen Köder sehr wichtig ist! Von nun an werde ich immer mit diesem guten Gefühl am Wasser stehen!

Ein großes Lob an Markus Kautz und danke für das Gefühl am Wasser!
Dominik Winkler